+49 (0) 521 989 110-0 | contact@heat11.com

Technologie von Wärmeträgeranlagen

Warum Wärmeträgeranlagen die richtige Wahl sind

Mit dieser Technologie lässt sich, bei nahezu allen industriellen Prozessen, die Prozesswärme fast drucklos mit nur einem Wärmeträger übertragen.

Vorteile von Thermoölanlagen

Wärmeträgeranlagen (Definiton)– im Gegensatz zu Heißwasser- oder Dampfanlagen – zeichnen sich insbesondere dadurch aus, dass sie Prozesswärme in einem sehr weiten Temperaturbereich nahezu drucklos bereitstellen können. So ist für die Standard-Anwendung bis zu einer maximalen Vorlauftemperatur von 300 °C eine Auslegung nach PN 16 ausreichend, bis 350 °C erfolgt diese nach PN 25 und bis 400 °C nach PN 40.

Dabei ist hervorzuheben, dass mit einem geeigneten Wärmeträger („Thermoöl“) eine Temperatur von 350 °C quasi drucklos erreicht werden kann. Es ist lediglich der durch die Umwälzpumpe hervorgerufene Druck zu berücksichtigen.

Thermoöl oder Thermalöl?

Wärmeträgeranlagen finden heutzutage in nahezu allen produzierenden Branchen Anwendung. Aufgrund ihres Arbeitsmediums (des sogenannten „Wärmeträgermediums“, allgemein auch „Wärmeträgeröl„, „Thermalöl“ oder „Thermoöl“ genannt) werden diese Anlagen vielfach auch als „Thermalölanlagen„, „Heißölanlagen“ oder „Thermoöl-Heizanlagen“ bezeichnet. (Mehr zur Wahl des richtigen Wärmeträgers finden Sie hier.)

Im asiatischen Raum werden diese Anlagen vielfach auch als „Dowtherm heater“ oder als „HTF boiler“ geführt.

Wärmeträgeranlagen non heat 11. Heat transfer plants.

Direkte und indirekte Beheizung

Die Vorteile der indirekten Wärmeübertragung gegenüber der direkten Beheizung sind vielfältig. So können mit einem Erhitzer mehrere Wärmeverbraucher versorgt werden, bei einer zentralen Wärmeversorgung ergibt sich ein höherer Wirkungsgrad.

Durch die räumliche Trennung von Erhitzer und Verbraucher besteht am Verbraucher keine Explosionsgefahr. Der Wartungsaufwand ist bei einer zentralen Einheit geringer als bei vielen einzelnen Verbrauchern. Welche Vorteile der Einsatz von Thermoöl gegenüber Dampf besitzt, wird hier anschaulich beschrieben.

Befeuerter Erhitzer - Fired heater of a PET-production plant

Normen und Richtlinien

Maßgeblich für die Auslegung und den Bau von Wärmeträgeranlagen ist die DIN 4754 (letzte Ausgabe März 2015), für den Betrieb und die Wartung ist dies die Richtlinie VDI 3033.

Ergänzend hierzu sind die Druckgeräterichtlinie 2014/68 EU, die Maschinenrichtlinie 2006/42 EG sowie die AD-Merkblätter zu beachten.

Einteilung nach Primärenergie

Wärmeträgeröl-Anlagen werden unterschieden nach der Art der primären Beheizung, so z.B. als Elektroerhitzer, als befeuerter Thermoöl-Kessel oder als Heiz-Kühl-Anlage (auch “Temperiergerät” genannt). Dabei ist die generelle Aufgabenstellung fast immer die gleiche: Es geht um die Temperierung von industriellen Fertigungsprozessen(“Prozesstemperierung“).

Im Anlagenbau kommen vielfach auch Abhitzekessel (als Heißgas-/Thermoöl-Wärmetauscher – auch “WHRU” genannt) zur Wärmerückgewinnung zum Einsatz. Primäres Ziel ist hierbei die Nutzung von Restwärme (also Abwärmenutzung, z.B. hinter Gasturbinen), also eine Erhöhung der Wirtschaftlichkeit von industriellen Fertigungsprozessen und die Reduzierung von Emissionen.

Sie haben eine Frage zur Technik von Wärmeträgeranlagen?