Ein besonderes Projekt markiert einen Meilenstein in der Geschichte von heat 11. Der 1.000. Auftrag ist ausgeliefert. Empfänger ist die Lorenz Snacks GmbH & Co. KG in Kreba Neudorf. Die Thermoölanlage mit einer Leistung von 700 kW versorgt dort eine Fritteuse innerhalb einer neuen Fertigungslinie mit Prozesswärme.
Eine neue Fertigungslinie, präzise ausgelegt
Die Aufgabe war klar umrissen. Eine neu errichtete Produktionslinie sollte zuverlässig und effizient mit Prozesswärme versorgt werden. Weil eine neue Linie entsteht und nicht eine bestehende ersetzt wird, mussten Wärmeerzeuger, Wärmeträgerkreislauf, Verbraucher und Steuerung als abgestimmtes Gesamtsystem geplant werden. Mit 700 kW Heizleistung ist die Anlage exakt auf die Anforderungen der Fritteuse ausgelegt.
Die Fritteuse wird über einen Sekundärkreislauf beheizt. Er verbindet die primäre Wärmebereitstellung mit den spezifischen Anforderungen der Fritteuse und ermöglicht eine bedarfsgerechte Regelung der Prozesstemperatur am Verbraucher. Zum Lieferumfang gehört ein externes Bedienpanel, das direkt am Sekundärkreis installiert ist. Die relevanten Funktionen lassen sich damit an einem geeigneten Bedienpunkt im Produktionsraum überwachen und steuern. Die Gesamtanlage wird über eine SPS gesteuert.




93 Prozent Wirkungsgrad und BImSchV-konform
Ein zentrales Effizienzmerkmal ist die Luftvorwärmung. Die Verbrennungsluft wird mit Restwärme aus dem Abgas auf rund 200 °C vorgewärmt, bevor sie den Brenner erreicht. Der Brennstoffverbrauch sinkt spürbar. Die Anlage erreicht so einen Wirkungsgrad von 93 Prozent. Ein Wert, der sich bei kontinuierlichem Betrieb direkt in geringeren Betriebskosten und niedrigeren Emissionen niederschlägt.
Ebenso wichtig wie die Effizienz einer Anlage ist die Einhaltung der geltenden Vorgaben zur Reduzierung der Emissionswerte. Die Anlage erfüllt die maßgeblichen Anforderungen der 44. BImSchV, die für mittelgroße Feuerungsanlagen Emissionsgrenzwerte sowie Mess-, Überwachungs- und Dokumentationspflichten definiert. Für Lorenz Snacks bedeutet das langfristige Planungssicherheit.


Kompakt im 30-Fuß-High-Cube-Container
Die komplette Anlage ist in einem 30-Fuß-High-Cube-Container installiert. Diese Bauweise bietet gegenüber einem Standardcontainer zusätzliche Innenhöhe und fasst alle wesentlichen Komponenten in einer klar definierten Einheit zusammen. Vorteil für das Projekt: Viele Montage- und Integrationsarbeiten finden vor der Aufstellung am Einsatzort statt. Die Anlage lässt sich geschützt transportieren und mit definierten Schnittstellen in die neue Fertigungslinie einbinden. Eingriffe in laufende Produktionsbereiche werden minimiert.
Von der Montage bis zur Inbetriebnahme
Zum Auftragsumfang gehören die mechanische und die elektrische Montage sowie die Inbetriebnahme. heat 11 installiert und verbindet die verfahrenstechnischen Komponenten, bindet Antriebe, Sensoren, Schaltsysteme und Steuerungskomponenten ein und nimmt die Anlage abschließend in Betrieb. Erst dann zeigt sich das Zusammenspiel des gesamten Anlagenkonzepts unter realen Betriebsbedingungen. Von der Wärmeerzeugung über den Sekundärkreislauf bis zur Versorgung der Fritteuse.
Der 1.000. Auftrag steht für die Erfahrung, die heat 11 bei der Planung und Umsetzung industrieller Prozesswärmeanlagen gesammelt hat. Und er steht für 1.000 individuelle Projekte, in denen technische Auslegung, regulatorische Anforderungen und betriebliche Bedingungen zusammengeführt wurden.




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